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sudevas magisches gute-laune-ZEN-café-ritual zum neubooten

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vorbereitung:

  1. du stellst am herd bereit: deine lieblingscaféschale, eine cafémühle, espresso-cafébohnen, eine espressomaschinenkanne, einen topf zum heissmachen und aufschäumen von milch, milch, wasser, natron, zimt-, kakaopulver und ggf. zucker.

  2. du verbindest dich innerlich mit guter energie.

ausführung:

  1. in einer guten cafémühle mahlst du sehr guten espresso (z.b. rapunzel 100% arabica ganze bohne auss'm bioladen) mit mittlerem mahlgrad. am besten nimmst du eine handmühle, dann verlängerst du die vorfreude, hast ein paar zusätzliche kalorien verbraucht und etwas strom gespart ;-)

    genieße dabei den phantastischen, belebenden und deine laune hebenden geruch des frisch gemahlenen espressos.

  2. für die zubereitung nimmst du physikalisch-energetisch aufbereitetes wasser oder - optimal - reines frisches wasser aus einer sehr guten quelle.

  3. in einer klassischen espressomaschinenkanne aus edelstahl (keinesfalls alu - alzheimergefahr!) bereitest du auf dem herd den espresso zu. sofort wenn die maschine blubbernde geräusche von sich gibt nimmst du sie vom feuer bzw. von der heissen platte, damit die kanne nicht überhitzt, der espresso nicht bitter wird und damit verdorben wäre.

  4. parallel im (milchschäumer)-topf gut schäumende frische milch auf 60 grad erhitzen. nicht wesentlich höher, denn wenn die milch gekocht hat, gibt's eine geschmackskatastrophe. der richtige zeitpunkt, die milch vom herd zu nehmen, ist, wenn sie anfängt zu dampfen. nimm keine H-milch, das ist ein weitgehend totes lebensmittel. von allen milchsorten, die ich kenne, schäumt die weihenstephaner mit großem abstand zu den anderen am besten (aber man sagte mir, dass dieses produkt nicht gentechnikfrei sein soll, also dann lieber milch aus dem bioladen nehmen). ob du voll- oder fettarme milch nimmst, sollte von deinem gewicht abhängen - mit vollmilch schmeckt's den meisten aber einen tuk besser.

  5. nun schäumst du's. nicht zu schnell, auf keinen fall hektisch, und nicht zu langsam. mache es mit viel gefühl. gehe ganz in der bewegung auf - du bist nicht mehr da, nichts ist mehr da außer dieser bewegung, der du gewahr bist.

    solange du noch keinen speziellen topf dafür hast, nimmst du ganz un-ZEN-mäßig 'nen elektro-turbo-milchschäumer (mit strom aus batterien, nicht aus akkus, sonst hat das teil zu wenig umdrehungen pro min.; ist aber wegen der batterien aus ökologischer sicht nicht koscher). gute schäumer, in denen die milch nicht ansetzt, gibt's z.b. in einem kleinen cafègeschäft direkt am viktualienmarkt in münchen (isartorseite).

  6. nun kommt eine prise natron in die cafèschale - das macht den cafè wunderbar weich und nimmt die säure. ggf. noch etwas zucker hinzugeben (nimm fruchtzucker, dann treibt's den insulinspiegel nicht so hoch). du kannst zur abwechslung auch mal den zucker ganz zum schluss oben auf den milchschaum geben und dort schmelzen lassen (also nicht umrühren).

  7. mit dem milchschaum füllst du nun die cafèschale zu 2/3 und rührst langsam mit einem schönen löffel um, damit der zucker anfängt, sich in der milch aufzulösen.

  8. nun 1/3 des espressos vorsichtig eingießen.

  9. wenn du einen herben, starken cafègeschmack magst, die espressomaschinenkanne nun sanft kreisend bewegen, um den ersten, kräftig-schwarzen espresso ganz unten in der kanne mit dem anderen zu vermengen. falls du eher einen lieblichen geschmack bevorzugst, lässt du diesen schritt weg und leerst die kanne beim nächsten schritt
    nicht vollständig.

  10. den rest des espressos in die cafèschale giessen und noch einmal bewusst und nicht hektisch umrühren.

  11. ggf. nun noch so viel milchschaum hinzugeben, dass er 2-3 cm übersteht und gut ausschaut.

  12. einen hauch ungesüssten zimt und eine prise kakaopulver auf den milchschaum geben.

  13. am besten setzt du dich damit nach draussen auf deinen lieblingsplatz und verbindest dich fühlend mit deinem wohlriechenden genussverheisser. eventuelle gedanken und "negative" emotionen lässt du einfach vorbeiziehen.

  14. du wartest, bist du den ersten impuls zum trinken wahrnimmst, setzt ihn aber noch nicht sofort in handlung um. statt dessen genießt du die bewusste wahl der genussverzögerung als selbstgewählte handlung: ich bin der herr und kein sklave meiner gelüste!

  15. dies ist der richtige augenblick, um den milchschaum eingehend zu betrachten und sich kurz meditierend in ihn zu versenken. was sagt er dir? hat er eine botschaft für dich?

  16. nun führst du die duftende caféschale langsam zum mund, atmest die geruchsmoleküle ohne hast ein und trinkst vorsichtig den ersten schluck. schließ' dabei die augen und überlass' dich nun vollständig dem hochgenuss.

  17. nun stellst du dir folgende zwei fragen und hörst aufmerksam auf die antworten:
    1. "was tue ich heute ausserdem für mich, um mit mir selbst glücklich zu sein?"
    2. "was tue ich für ... ?"

sudeva, im april 2009 - kontakt